Buchvorstellung – Handbuch Patchwork

Zugegeben auf den ersten Blick hat Patchwork nichts mit Kindersachen gemeinsam. Doch es lohnt sich ein zweiter Blick, denn Patchwork ist vielseitig verwendbar. Neben den klassischen Krabbeldecken kommt es auch für Wickeltaschen, Röcke und sogar Shirts in Frage. In der Ottobre Woman 5/2012 Herbst Winter gibt es zum Beispiel ein Shirt, das vor dem eigentlichen zusammennähen noch aus Jerseystücken zusammengesetzt wurde. Deswegen möchte ich euch heute Handbuch Patchwork: Das große Nachschlagewerk zu allen Techniken näher vorstellen.

Buchinhalt

Wie es der Buchtitel schon erahnen lässt, handelt es sich um ein Nachschlagewerk rund ums Patchworken. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Patchwork geht es auch direkt noch ein bisschen theoretisch weiter. Eine Übersicht zeigt und erklärt, was ihr fürs patchworken benötigt und welche Handstiche es gibt. Es gibt Erklärungen zu Stoffen, den richtigen Nadeln, Garnen und Vliesen.

Anschließend folgt ein weiterer Abschnitt, in dem dann die Grundlagen erklärt werden. Einsteiger werden wahrscheinlich erst ein Mal überfordert sein angesichts der Informationsfülle. Die einzelnen Infos sind aber in kleine Häppchen unterteilt und mit vielen Bildern.

Den größten Teil des Buches machen wirklich die vielen, wunderschönen Techniken aus. Plötzlich bekommt alles einen Namen. Patchworkdecken und Applikationsquilts, die man in anderen Blogs schon bewundert hat, kann man zuordnen und man kommt hinter das „Geheimnis“ der Nähtechnik, die sich beim Anblick nicht erschließen wollte. Anschaulich wird dargestellt, wie sich die gleiche Technik durch verschiedene Anordnung verändert.

Für wen ist Handbuch Patchwork: Das große Nachschlagewerk zu allen Techniken geeignet?

Meiner Meinung nach für alle Näherinnen. Patchwork findet sich überall und ist keineswegs langweilig. Es verleiht einem Nähprojekt den letzten (oder ersten 😉 ) Schliff. Mit einem Preis von fast 30€ ist es kein Schnäppchen. Dafür hat man alles Wissen in einem Buch und eine wunderbare Inspirationsquelle in den Händen. Größen, Farben, Formen spielen fast keine Rolle. Auch Restequilts aus ganz kleinen Stoffresten können, in der richtigen Technik genäht, wundervoll aussehen.

Buchrezension – Puppenkleider selbst genäht

Für heute habe ich wieder eine kleine Buchrezension. Puppenkleider selbst genäht habe ich neulich zufällig in einem Baby- und Kinderfachmarkt gefunden. Die habe da neben dem ganzen üblichen Zubehör von Kinderwagen, Schnullern und Spielzeug auch eine kleine Bastelabteilung. Das Buch ist erst vor etwa einem Monat, am 12. Juni 2012, erschienen.

Der Inhalt

Puppenkleider selbst genäht verrät ja schon im Titel, um was es geht. Insgesamt gibt es 19 Ensembles (je 2-4 Teile) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und ganz verschiedenen Themen. Von Dirndl über Regenmantel, Schneeanzug bis hin zum klassischen Puppenkleid ist für jede Jahreszeit und jeden Anlass das passende Outfit dabei.

Das finde ich gut

Die Vielfalt der Ensembles lässt eigentlich keine Wünsche offen. Da viele Teile als Basics durchgehen, ergeben sich zusätzliche Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Teile. Näht man dann noch einige Basics mit verschiedenen Stoffen, wird es sooo schnell nicht langweilig. Auch an männliche Puppen wurde gedacht.

Puppenkleider selbst genäht Inhalt

Puppenkleider selbst genäht Inhalt

Das finde ich nicht gut

Leider findet man erst beim durchblättern des Buches bei den einzelnen Kombinationen einen hinweis auf die Größe. Da es im gesamten Buch bei der Puppengröße 42-44 cm bleibt, verstehe ich nicht, warum man diese wichtige Information nicht direkt auf das Cover druckt. Das wäre deutlich übersichtlicher ubd würde sicher manchen Fehlkauf ersparen.

Die verschiedenen Schwierigkeitsstufen erschließen sich mir nicht. Da nur erklärt, aber nicht gezeigt wird, wie man eine Hose oder einen Pulli zusammen näht, sollte man da bereits Erfahrung mitbringen und wer die Erfahrung hat, wird den einzelnen Schweregraden keine Bedeutung beimessen brauchen. Arbeitsschritte wie „schmalkantig absteppen“, „verstürzen“, „einkräuseln“ und „versäubern“ kommen im ganzen Buch vor und werden nicht erklärt.

Während in den dünnen Ausgaben der TOPP-Bücher in der Mitte immer Schutzhüllen eingeklammert sind, in die man herausgetrennte Vorlagenbögen stecken kann, fehlt mir in dem Hardcoverbuch wenigstens eine kleine Ecke am Einband, in die ich den Schnittmusterbogen stecken könnte. So bleibt nur das einlegen ins Buch und gut aufpassen, dass es nicht rausrutscht, wenn man es jemandem zeigt.

Der Schnittmusterbogen ist in schwarz und rot gehalten. Vielleicht bin ich da von meinen Ottobre-Heften verwöhnt, aber ich finde es einfach übersichtlicher, einem Schnittmuster eine Farbe zuweisen zu können.

Puppenkleider selbst genäht Inhalt

Puppenkleider selbst genäht Inhalt

Mein Fazit

Puppenkleider selbst genäht kostet 9,99€ und dafür gibt es schon eine gute Auswahl verschiedener Schnitte. Für meinen Geschmack ist der Rahmen der Puppengröße etwas zu eng gesteckt. Ich weiß aus den Umfragen von hier und in verschiedenen Foren, dass viele Puppenmamas mehrere Kinder in verschiedenen Größen haben. Da ist es ärgerlich, wenn man nur eine Puppe ausstatten kann und für die Puppengeschwister weitere Bücher kaufen muss.

Alles in allem ein lohnenswertes Buch mit großer Schnittvielfalt und ein paar Dingen, die man noch verbessern könnte.

Buchvorstellung: Nähen für Dummies

Die Dummie-Buchreihe ist wahrscheinlich fast jedem zumindest vom Namen her bekannt. Es gibt zu so gut wie jedem Thema ein passendes Buch. Auch der Bereich des Nähens kommt dabei nicht zu kurz. Ich habe mir das Buch Nähen für Dummies besorgt und berichte euch hier, was es beinhaltet, für wen es gedacht ist und wie mein Eindruck davon ist.

 Der Buchinhalt

Wer auf Schnittmuster hofft, der hofft vergebens. Nähen für Dummies beinhaltet Tipps und Tricks, Erklärungen und Informationen rund ums nähen. Mit geläufigen Worten und vielen Bildern wird erklärt, wie man etwas macht. Knopflöcher, Reißverschlüsse, Saumzugaben aber auch so banale Dinge wie um die Ecke nähen, die einem höchstens im Nähkurs erklärt werden. Auch verschiedene Handstiche und Stoffarten werden nicht vernachlässigt.

 Für wen ist das Buch geeignet?

Ganz einfache Antwort. Für alle, die hobbymäßig nähen. Gerade diejenigen, die nur kurz oder gar keinen Nähkurs besucht haben, übernehmen gern die Nähweisen, die in den Tutorials verwendet werden. Und diejenigen haben ihre Nähkenntnisse wahrscheinlich ebenfalls aus freien Anleitungen usw. Das muss nicht immer unbedingt richtig sein und dann kommt es schon mal zu Problemen. Beispielsweise steht im Buch, wie man nähen soll. Nämlich immer von Oben nach unten und von innen nach aussen. Ich habs vorher nicht gewusst und auch davon in noch keiner Anleitung etwas gelesen. Vor allem bei dehnbaren Stoffen, ist dieser Tipp goldwert. Und davon gibt es noch jede Menge mehr. Meiner Meinung nach für Anfänger bis Fortgeschrittene eine Überlegung wert.

Was halte ich von „Nähen für Dummies“?

Tolles Buch und auf jeden Fall für mich die beste Nähbuchinvestition überhaupt. Kurz und bündig wird alles ganz einfach erklärt. Fragen beantwortet, die man vorher gar nicht hatte und Anregungen zum Nachmachen gibts oben drauf. Mit vielen Bildern werden letzte Unklarheiten beseitigt und anders als bei anderen Nähbüchern ist dieses kurzweilig und locker geschrieben. Eigentlich trockene Theorie in tollem Ausdruck hübsch verpackt.

Hier kann ich wirklich allen die Anschaffung empfehlen. Ich denke nicht, dass ihr es bereuen werdet. Wer sich an den 19,95€ stört, weil sie bereits fortgeschrittene Näherin ist, dem wäre Nähen für Dummies ein prima Nachschlagewerk für seltener angewendete Nähtechniken.

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Solltet ihr euch für Nähen für Dummies entscheiden, würde ich mich freuen, wenn ihr einen der Links aus diesem Beitrag für die Bestellung verwendet. Ja, ich bekomme darauf 5% Provision. Diese kann ich dann in neue Bücher für weitere Buchvorstellung investieren und da ich nicht alle Nähbücher brauche oder behalten kann, dann auch verlosen. Dankeschön.